Herzlich Willkommen beim SV Westfalia Rhynern.Herzlich Willkommen beim SV Westfalia Rhynern.Die Ursprünge des SV Westfalia Rhynern e. V. gehen auf die Gründung des „Turn- und Sportverein“ von 1935 mit Sitz in Rhynern zurück. Das genaue Gründungsdatum ist nicht mehr bekannt.

Am 1. September 1935 trat der Verein mit einem Sportwerbefest an die Öffentlichkeit. Die erste genehmigte Satzung datiert vom 8. Dezember 1935. Allerdings dauerte das Hoch des Sports nur zwei Jahre. Dann führten die politischen Verhältnisse zum Ende des Vereins.

Schon am 26. Juni 1946 fand eine Wiedergründungsversammlung statt. 32 Sportler, von denen einige schon 1935 aktiv waren, waren anwesend. Der alte „Turn- und Sportverein“ galt noch als Naziverein. Daher bekam der Verein bei der Wiedergründung auch seinen heutigen Namen: Sportverein Westfalia Rhynern. Initiator der Versammlung und auch 1. Vorsitzender wurde Helmut Frigge. Das Gründungsjahr 1935 wurde angenommen, weil die Mitglieder in 1946 auch bereits 1935 zum Großteil aktiv waren.

Die Amtssportfeste und der Staffellauf „Rund um Rhynern“ waren in den ersten Jahren herausragende Veranstaltungen. Das Sportplatzgelände wurde durch die Gemeinde Rhynern mit Vertrag vom 3. Januar 1939 von der Katholischen Kirchengemeinde St. Regina Rhynern erworben. Durch Kriegseinwirkungen war die Sportplatzfläche jedoch stark beschädigt. Nach der Wiedergründung wurden die Vorraussetzungen für eine Wiederbenutzung in Eigenhilfe und fast ohne Beteiligung der Gemeinde Rhynern geschaffen. Ein Pachtvertrag zwischen dem Sportverein und der Gemeinde Rhynern wurde im April 1950 geschlossen. Als erstes Sportheim diente eine ehemalige RAD-Baracke. Mit Hilfe von Amt und Gemeinde sowie einem Totodarlehen in Höhe von 1.000,00 DM wurde ein großzügiger Ausbau des Sportplatzes durchgeführt. Einen erheblichen Beitrag leisteten die Mitglieder mit „Schüppe und Hacke“. Am 26. und 27. August 1950 erfolgte die Einweihung.

1959/60 erbaute die Gemeinde Rhynern das Sportheim, das am 26. Juni 1960 vom Verein übernommen wurde. Im gleichen Jahr 1960 begann die Gemeinde Rhynern mit dem Bau einer Turnhalle an der Grundschule. Am 21. September 1961 konnte in Rhynern erstmals Sport in einer Turnhalle betrieben werden. Schon 1963 begannen die Arbeiten für die Errichtung eines Lehrschwimmbeckens als Anbau an diese Turnhalle. Eine weitere Sporthalle wurde 1967 an der Hauptschule errichtet, der Bau einer Mehrzweckhalle, heute die Rhynernhalle, wurde am 7. September 1978 beschlossen.

Der Sportplatz Papenloh, der 1977 eine von der Stadt Hamm finanzierte Flutlichtanlage erhielt, konnte längst den Sport- und Spielbetrieb nicht mehr allein aufnehmen. Ausweichsportplätze wurden von der Gemeinde Rhynern am „Schafkamp“ (heutiges Streitland), in Osttünnen und am Bördenweg bereitgestellt. Der Kampf um einen zeitgemäßen 2. Sportplatz in der Nähe des Papenloh dauerte für den Vorstand viele Jahre. Erst 1990 waren die Bemühungen von Erfolg gekrönt. Am 20. Oktober 1990 konnte dem Verein die neue Anlage am Tünner Berg von der Stadt Hamm übergeben werden. Auch beim Bau dieses Platzes erbrachte der Verein Eigenleistungen, die für die umfangreichen Erdarbeiten erforderlich wurden. Für den Trainingsbetrieb wurde schon bald eine Beleuchtungsanlage durch den Verein mit einem Zuschuss des Landes Nordrhein-Westfalen errichtet. Erhebliche Eigenmittel waren auch hier selbstverständlich. Der Rasenplatz ließ den umfangreicher werdenden Spiel- und Trainingsbetrieb aber wiederum nicht zu, sodass der Vorstand Überlegungen zu einem weiteren Ausbau der Anlage anstellte. Ein direkt angrenzendes Gelände, das im Besitz der Stadt Hamm war, konnte angepachtet werden und ohne Zuschüsse seitens der öffentlichen Hand war der Verein in der Lage mit einer Baugenehmigung der Stadt Hamm einen Rotgrandplatz in einfacher Ausführung zu errichten. Hierbei erfuhr der Verein große Unterstützung durch eine ihn unterstützende Bauunternehmung. Insbesondere in der Schlechtwetterzeit war nun auch geregeltes Training dank einer nachträglich erstellten einfachen Trainingsbeleuchtung möglich.

Dieses Wachstum des Vereinsangebotes ließ wohl konsequenterweise auch das Sportheim zu klein werden. Insbesondere der Umkleidebereich war nicht mehr zeitgemäß und die Technik völlig veraltet. Eine Erweiterung des Sportheimes durch die Stadt Hamm wurde beantragt. Leider war die Finanzierung ein Hauptproblem, das die Verwirklichung erst in nicht absehbarer Zukunft erwarten ließ. Erneut übernahm der Vorstand die Initiative, legte eine Planung sowie einen Finanzierungsplan vor und erreichte die Zustimmung der Stadt Hamm, die Baumaßnahme in Eigenregie durchführen zu können. Zuschüsse der Stadt Hamm, des Landes Nordrhein-Westfalen und des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen e.V. flossen und sicherten neben erheblichen Eigenmitteln des Vereins und verschiedener Darlehen die Finanzierung. Pünktlich zum Aufstieg der 1. Fußballmannschaft in die Verbandsliga Westfalen konnten im Erdgeschoss des Neubaus im August 1996 neue Umkleideräume genutzt werden. Nach dem Abriss des alten Umkleidetraktes im April 1996 bedeutete die Bauzeit von nur vier Monaten eine besonders hervorzuhebende Leistung des Vorstandes. Der weitere Ausbau des Sportheimes erfolgte im Laufe des Jahres 1997. Heute stehen den Vereinsmitgliedern im Sportheim als ergänzendes Angebot ein Fitnessraum, eine Sauna, ein gemütlicher Aufenthaltsraum und die Vereinsgeschäftsstelle zur Verfügung.

Diese Entwicklungen des Vereins, insbesondere im sportlichen Bereich, ließen die Ansprüche der Sportler mitwachsen. Ohne die funktionierende Geschäftsstelle war die Verwaltungsarbeit für den Gesamtverein nicht mehr sicher zu stellen.

Der Rotgrandplatz war zunächst eine Hilfe bei schlechten Witterungsverhältnissen, aber moderne Kunstrasenplätze hatten diese Art Plätze schon bald den Rang abgelaufen. So reifte die Überlegung „Aus Asche wird Kunstrasen“. Wiederum durch die Initiative des Vorstandes konnte ein überzeugendes Konzept die Stadtväter positiv beeinflussen, die letztlich 2005 dem Bau eines Kunstrasenplatzes zustimmten. Mit Unterstützung der Stadt und einem 50%igen Eigenanteil des Vereins war die Finanzierung gesichert. Diese Entscheidung des Vorstandes brachte aber wiederum eine außergewöhnliche Entwicklung, besonders im Jugendfußball mit sich. Sportliche Erfolge stellten sich ein, mehr Mannschaften mussten gemeldet werden, die vorhandenen Kabinen reichten nicht mehr aus. Eine Containeranlage mit zusätzlichen Kabinen entstand.

Aber auch einige Anwohner meldeten sich und wollten diese Entwicklung, die auch zu mehr Autoverkehr und mehr Spielbetrieb führte, nicht mehr akzeptieren. Es dauerte aber noch bis 2015, bis mit Hilfe der Stadt Hamm ein Konzept erarbeitet werden konnte, im Bereich des Kunstrasen- und Naturrasenplatzes am Tünner Berg ein neues Zuhause für den Verein zu schaffen und damit den Papenloh langfristig aufzugeben. Dieser Schritt steht jetzt unmittelbar bevor.

Der Gesamtverein verlor nach seiner Blütezeit mit 1597 Mitgliedern in den Folgejahren zunehmend an Mitgliedern. Starke Konkurrenz in unmittelbarer Nachbarschaft lockten insbesondere im Breitensportbereich mehr und mehr Sportler. Die Judoabteilung musste mangels qualifizierter Trainer geschlossen werden. Die Handballabteilung brachte keinen Nachwuchs für den Seniorenbereich hervor und schloss sich schließlich der Handballabteilung eines Nachbarvereins an. Die Bevölkerung wurde allgemein kritischer gegenüber einer Vereinsmitgliedschaft und Nichtaktive blieben nicht als passive Mitglieder.

Die Mitgliederzahlen sanken wieder unter die Tausendermarke:

  • 1935      51 Mitglieder
  • 1946   172 Mitglieder
  • 1950   303 Mitglieder
  • 1960   177 Mitglieder
  • 1967   236 Mitglieder
  • 1974   541 Mitglieder
  • 1978   833 Mitglieder
  • 1985   1104 Mitglieder
  • 2002   1597 Mitglieder
  • 2005   1498 Mitglieder
  • 2010   1320 Mitglieder
  • 2015     940 Mitglieder

Der Verein hat in allen Jahren seines Bestehens großen Wert auf Angebote besonders für die Jugend in Rhynern gelegt. Heute sind rd. 35 % der Mitglieder bis 18 Jahre alt. Der SV Westfalia Rhynern e.V. übernimmt somit am Ort eine nicht unbedeutende soziale Aufgabe und gibt zudem vielen Neubürgern die Möglichkeit, sich in angenehmer Atmosphäre an einem Ort mit noch dörflichem Charakter am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. (Stand: 01.03.2015)

Die Vorsitzenden des Vereins:

  • 1935 – 1946 Anton Sasse
  • 1946 – 1949 Helmut Frigge
  • 1949 – 1950 Wilhelm Dirkmann
  • 1950 – 1954 Eberhard Helbach
  • 1954 – 1961 Wilhelm Schumacher
  • 1961 – 1972 Martin Reinold
  • 1972 – 1973 Jürgen Köckler
  • 1973 – 1975 Wolfgang Köster
  • 1975 – 1986 Oskar Kammerscheid
  • 1986 – 2011 Wilhelm Lütkhoff

2011 – a..w.  Dr. Arnulf Kleine

Anschrift

SV Westfalia Rhynern e.V

 

Am Sportplatz 20
59069 Hamm

 

t  : 02385 1464
f  : 02385 1462
m: info@westfalia-rhynern.de

 

Dienstag und Donnerstag
18:00 - 19:30 Uhr

 

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